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Teamentwicklung

Ausgangslage

Wo gehobelt wird, fliegen Späne – diese alte und banale Erkenntnis ist keine historische oder auf den praktischen Bereich begrenzte Wahrheit. Es sind meist kleine Dinge wie Nichteinhaltung organisatorischer Absprachen, mangelnde offiziell abgesprochene Kooperationsprinzipien, nicht eingehaltene Rituale, zu wenig Rückmeldung, nicht vorhandene Einschätzung der eigenen Arbeit durch andere, zu wenig Lob u.v.m., die als wesentliche Gründe für Demotivation am Arbeitsplatz genannt werden können.
Im Gegensatz dazu gelten Teamzusammenhalt und gutes Arbeitsklima (trotz schwieriger Situationen, Krisenzeiten, Hochleistungsphasen) als Motivationsquelle schlechthin. Gute und miteinander harmonisierende Arbeitsgruppen bringen die erstaunlichsten Leistungen zustande.
Um auf veränderte strukturelle, institutionelle und rechtliche Rahmenbedingungen reagieren zu können, ist die Etablierung von flexiblen Einheiten sinnvoll. Teamarbeit ist ein Ansatz für Unternehmen, diese neuen Herausforderungen zu meistern.

Was ist Teamentwicklung?

Unter Gruppenarbeit wird das Zusammenwirken mehrerer MitarbeiterInnen zur Erfüllung einer gemeinsamen Aufgabe unter einer gemeinsamen Zielsetzung verstanden.
In der Teamentwicklung arbeiten Vorgesetzte und MitarbeiterInnen an gemeinsamen Zielen und kehren mit konkreten, gemeinsam erarbeiteten Ergebnissen in den Arbeitsalltag zurück. Da die Maßnahmen gemeinsam verabschiedet werden, ist die Umsetzungswahrscheinlichkeit und Verbindlichkeit bedeutend höher als bei herkömmlichen Teams.

Was ist das Ziel?

Teamarbeit versteht sich als Organisationskonzept, das sowohl Unternehmensziele als auch individuelle MitarbeiterInnenziele berücksichtigt und zielgerichtet miteinander verknüpft.

Teamentwicklung als Prophylaxe – Teambegleitung

Teambegleitung wird in Anspruch genommen, um einen bestehenden oder erreichten Zustand zu erhalten und vorhandene Erfolgspotentiale durch Analyse von und Konzentration auf vorhandene(n) Stärken prophylaktisch abzusichern. Es kann darüber hinaus auch eine bewusste Vorbereitung auf neue Herausforderungen bedeuten (z.B. Implementierung neuer Steuerungselemente, Formulierung eines Leitbilds u.v.m.).
Methoden sind z.B. Erstellen von Entwicklungsrichtlinien, Vereinbarung von kurz-, mittel- und langfristigen individuellen und gemeinsamen Maßnahmen, Theorieinputs, Moderationstechniken.

Teamentwicklung als Organisationshilfe

Hier handelt es sich vorrangig um ablauforganisatorische Fragen, die begleitet und moderiert werden. Der Fokus liegt verstärkt auf Detailabläufen und Moderation, weniger auf strategischen Fragen. Es geht um die Optimierung von Strukturen und Mechanismen, Aspekte aus dem Projektmanagement können vermittelt und angewendet werden. Oft werden in diesem Setting übergreifende Schnittstellenschwierigkeiten, d.h. Aspekte, die aus anderen Unternehmensbereichen ablauforganisatorische Probleme machen und nicht unmittelbar im eigenen Bereich gelöst werden können, virulent.

Teamentwicklung im engen Sinn

Hier sind Situationen gemeint, in denen sich ein neues Team, d.h. neue Teammitglieder z.B. nach organisatorischen Umstrukturierungen oder Neukonstituierungen zu einem gemeinsamen Team zusammenfinden müssen.
Methodisch stehen Aspekte der Stärkung einer gemeinsamen Identität im Mittelpunkt.

Teamentwicklung als Krisenintervention

Im Vordergrund stehen die Ausräumung der wichtigsten, die Alltagsarbeit behindernden, Konflikte unter Berücksichtigung der begleitenden emotionalen Problematik mit Methoden des Konfliktmanagements, der Kommunikationstheorie sowie einer Differenzierung nach beeinflussbaren und unbeeinflussbaren Komponenten.
Überdies sind einzelne, gezielt eingesetzte Trainingselemente bzw. Theorieinputs sinnvoll, vor allem wenn es darum geht, Diskrepanzen zwischen eigenen Absichten und Wirkungen beim Anderen aufzulösen und so mitunter jahrelange "Missverständnisse" durchschaubar und auflösbar zu machen. Es kann sich auch hier ergeben, dass die Probleme vom betroffenen Bereich nicht alleine zu lösen sind und eine genaue Diagnose nicht beeinflussbarer Schnittstellenprobleme erfolgt, die in knapp formulierten Vorschlägen an andere neben- oder übergeordnete Stellen geht.

Der/die TeamentwicklerIn

Der/die BeraterIn in der Teamentwicklung verfügt über Moderations- und Methodenwissen. Auf der Grundlage der Kompetenzen in den Bereichen Führung, Gruppendynamik, Kommunikationstheorie liegt die Stärke darin, die richtige Balance zwischen unterschiedlichen Rollen (ExpertIn, ModeratorIn, teilnehmende BeobachterIn, Prozessverantwortliche/r) bzw. zwischen organisatorischer Hilfestellung und gruppendynamischer Aufmerksamkeit zu finden. 

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Personalwesen und Frauenförderung
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