Geschlechtergerechte Sprache

Die Universität Wien bekennt sich zum geschlechtergerechten Sprachgebrauch.

"Alle Organe und Verwaltungseinrichtungen der Universität Wien bedienen sich in Reden, Aussendungen, Formularen und anderen an die Öffentlichkeit oder an die Universitätsangehörigen gerichteten Mitteilungen, wie zum Beispiel im Internet, einer geschlechtergerechten Sprache. Es sind die weibliche und männliche Form oder geschlechtsneutrale Bezeichnungen zu verwenden."
(Quelle: Frauenförderungsplan, § 11 )

Praxis

Es gibt an der Universität Wien keine Vorgabe, welche Form der geschlechtergerechten Sprache verwendet werden soll. Grundsatz des geschlechtergerechten Formulierens ist, dass die Geschlechter genannt werden, die gemeint sind. In manchen Fällen können der Einfachheit halber auch geschlechtsneutrale Bezeichnungen (z.B. Studierende, Lehrende) gewählt werden.

Verschiedene Versionen, wie geschlechtergerechte Personenbezeichnungen aussehen könnten, haben sich entwickelt:

  • Doppelform: Leser und Leserinnen
  • Schrägstrich: Leser/innen
  • Unterstrich: Leser_innen
  • Binnen-I: LeserInnen

Nicht ausreichend ist es, am Beginn oder am Schluss eines Textes darauf hinzuweisen, dass die männliche Form verwendet wird, Frauen aber mitgemeint seien.

Akademische Grade

Nach § 88 UG 2002 sind akademische Grade in der ausgeschriebenen Form sowohl in der weiblichen als auch in der männlichen Form zu verleihen. Dies gilt jedoch nicht für abgekürzte Grade: Diese dürfen zwar mit einem geschlechtsspezifischen Zusatz verwendet, jedoch nicht verliehen werden.

Beispiele: Verleihung weiblicher akademischer Grade

  • Magistra der Philosophie, (Verwendung: Mag.a phil.)
  • Doktorin der Rechtswissenschaften (Verwendung: Dr.in iur.)
  • Bakkalaurea, Bakk. (Verwendung: Bakk.a)

Keine geschlechtsspezifische Form gibt es für die akademischen Grade in Englischer Sprache:

  • Bachelor of Arts (BA)
  • Master of Arts (MA)
  • Doctor of Philosophy (PhD)