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Diversität in Aktion: Das 3-Säulen Modell der Interaktion der Universität Wien

Am 11. Dezember 2018 wurde die Universität Wien mit dem Diversitätsmanagementpreis „Diversitas“ des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) für ihre Diversity Policy „Diversität in Aktion: Das 3 Säulen-Modell der Interaktion“ ausgezeichnet. Der Diversitas Preis wurde an sieben österreichische Hochschulen verliehen.

Die Universität Wien begreift Diversität als Grunderfahrung menschlicher Beziehungen. Dadurch wird Diversität als der Organisation immanentes Grundelement begriffen und nicht als etwas, das durch einzelne Diversitätskategorien scheinbar von „außen“ an Bestehendes herangetragen wird. Aus diesem Verständnis heraus, ist Diversität der Universität „eigen“ und nichts ihr nachträglich Hinzuaddiertes. Mit diesem Ansatz kann Diversität an jenen Stellen wahrgenommen, anerkannt und gefördert werden, wo sie im jeweiligen universitären Arbeitsalltag Konfliktpotential birgt und zugleich Kompetenzen er/fordert: im täglichen Tun der Interaktion.

Indem die Universität Wien auf der strategisch-organisationalen Ebene bewusst kein strikt kategoriales Diversitätskonzept (das ausschließlich auf einzelne Diversitätskategorien fokussiert) verfolgt, werden alle Universitätsangehörigen als von Diversität „betroffen“ angesehen. Dieses Verständnis von Diversität ermöglicht es, sowohl dimensionsübergreifende Interaktions- und Kommunikationsfelder des universitären Arbeitsalltags zu identifizieren, als auch einzelne Diversitätsdimensionen (wie bspw. Geschlecht, sexuelle Orientierung, Alter, soziale/kulturelle Herkunft, körperliche/geistige Fähigkeiten) in die strategische Gesamtperspektive der Universität zu integrieren.

Mit ihrer Diversity Policy integriert die Universität Wien das Thema Diversität in 3 zentrale Interaktionsfelder der Organisation. Die drei Säulen stehen für die drei zentralen Interaktionsfelder der Universität Wien.

Grafik von Barbara Weingartshofer (http://www.nau-design.at/)

Die einzelnen Säulen beschreiben die zentralen Interaktionsfelder zwischen Universitätsangehörigen in ihren verschiedenen und sich verändernden Rollen: zwischen Lehrenden und Studierenden, Führungskräften und Nachwuchs, Expert*innen in Theorie und Praxis. Die drei Säulen ermöglichen es, unterschiedliche Maßnahmen an die zentralen Interaktionsräume des universitären Arbeitsalltags zu knüpfen.

Das deklarierte Ziel der Diversity Policy der Universität Wien ist die aktive Förderung eines Kulturwandels der universitären Organisationskultur durch die bewusste Gestaltung ihrer Lern- und Veränderungsprozesse. Der Fokus der einzelnen Maßnahmen liegt auf der Sensibilisierung für In-/Exklusionsmechanismen, dem Schutz vor Diskriminierung und der Ermöglichung von Karrieren unabhängig von persönlichen Lebenslagen oder Merkmalen.