Die folgenden Texte verwenden den Genderstern, um intergeschlechtliche, transgeschlechtliche und nichtbinäre Menschen zu inkludieren. Der Genderstern wird vom Screenreader unter Umständen als ‚Pause‘, ‚Stern‘, ‚Sternchen‘ oder ‚Asterisk‘ vorgelesen, manchmal auch gar nicht, was den Effekt erzeugt, dass nur die weibliche Form ausgesprochen wird.

Geschlechterinklusive Sprache

 

Der Frauenförderungs- und Gleichstellungsplan der Universität Wien (§ 2) hält fest, dass

  1. alle Organe und Angehörigen des wissenschaftlichen und allgemeinen Personals der Universität Wien in allen Mitteilungen, die an die Universitätsangehörigen oder die Öffentlichkeit gerichtet sind, diskriminierungsfreie und geschlechtergerechte Sprache verwenden.
  2. Generalklauseln wie "Frauen sind bei männlichen Bezeichnungen mitgemeint" unzulässig sind.
  3. auf dem Gelände der Universität Wien weder von der Universität selbst noch durch Dritte Materialien angebracht oder verteilt werden dürfen, die den Grundsätzen der Antidiskriminierung und Gleichstellung widersprechen oder diskriminierende Rollenstereotype verwenden.

Praxis

Die Universität Wien bekennt sich zum geschlechterinklusiven Sprachgebrauch. Welche Form der geschlechterinklusiven Sprache verwendet werden soll, ist an der Universität Wien nicht vorgeschrieben. Empfohlen wird allerdings der Gender-Stern (Asterisk, *). Grundsatz des geschlechterinklusiven Formulierens ist, dass alle Geschlechter genannt werden, die gemeint sind. In manchen Fällen können der Einfachheit halber auch geschlechtsneutrale Bezeichnungen (z.B. Studierende, Lehrende) gewählt werden.

Verschiedene Versionen, wie geschlechterinklusive Personenbezeichnungen aussehen könnten, haben sich entwickelt:

  • Asterisk: Leser*innen
  • Unterstrich: Leser_innen
  • Apostroph: Leser'innen
  • geschlechtsneutral: Lesende

Nicht ausreichend ist es, am Beginn oder am Schluss eines Textes darauf hinzuweisen, dass die männliche Form verwendet wird, Frauen aber mitgemeint seien. Ebensowenig sind binäre Formulierungen (Binnen-I, Doppelform) ausreichend.

Akademische Grade

Nach § 88 UG 2002 sind akademische Grade in der ausgeschriebenen Form sowohl in der weiblichen als auch in der männlichen Form zu verleihen. Dies gilt jedoch nicht für abgekürzte Grade: Diese dürfen zwar mit einem geschlechtsspezifischen Zusatz verwendet, jedoch nicht verliehen werden.

Beispiele: Verleihung weiblicher akademischer Grade

  • Magistra der Philosophie, (Verwendung: Mag.a phil.)
  • Doktorin der Rechtswissenschaften (Verwendung: Dr.in iur.)
  • Bakkalaurea, Bakk. (Verwendung: Bakk.a)

Keine geschlechtsspezifische Form gibt es für die akademischen Grade in Englischer Sprache:

  • Bachelor of Arts (BA)
  • Master of Arts (MA)
  • Doctor of Philosophy (PhD)

Schüler*innen für geschlechterinklusive Sprache

Geschlechterinklusive Sprache beginnt nicht erst an der Universität: Eine Studie der Freien Universität Berlin hat gezeigt, dass geschlechterinklusive Sprache die Berufswahl von Grundschüler*innen beeinflusst. Ganz in diesem Sinne haben Hamburger Schüler*innen ein Musikvideo zum Thema geschlechterinklusive Sprache gestaltet. Mehr Informationen dazu hier.