Die folgenden Texte verwenden den Genderstern, um intergeschlechtliche, transgeschlechtliche und nichtbinäre Menschen sprachlich sichtbar zu machen. Der Genderstern wird von Screenreadern unter Umständen als Pause oder Stern vorgelesen, manchmal auch gar nicht, was den Effekt erzeugt, dass nur die weibliche Form ausgesprochen wird.

Sichtbarkeit & Wissenstransfer

Das Sichtbarmachen gleichstellungsrelevanter Themen und der Transfer des Wissens, das es dazu gibt, gehört zu den Kernaufgaben im Bereich der Gleichstellung. Daher werden immer wieder Vorträge gestaltet, aktuelle und themenspezifische Projekte durchgeführt, von denen einige permanent sichtbar bleiben und somit einen nachhaltigen Effekt haben.

Vorträge

Diversität und Gleichstellungsarbeit - von Theorien, Gesetzen und universitärem Alltag

Der Vortrag wurde am 15.1.2019 an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien gehalten und behandelt die Bereiche

  1. Diversität (Begriffliche Klärung, Ansätze),
  2. Fokus Belästigung (rechtliche Rahmenbedingungen),
  3. Universität Wien Strukturen (AkGl, Beratungsstelle).

Die Vortragsfolien stehen zum Download bereit.

Aktuelle Projekte

Queere Filmnacht im Arkadenhof: Rafiki

Leider hat identities, das größte und älteste queere Filmfestival Österreichs, 2019 nicht mehr stattgefunden. Gerade im Jahr der EuroPride Vienna hat sich im Pride Monat Juni dadurch eine Leerstelle im Veranstaltungskalender aufgetan. Als kleiner Abschied von den identities, als Stärkung queerer Stimmen und nicht zuletzt auch als Hinweis auf die wissenschaftlichen Möglichkeiten von Film, haben wir am 16. Juni 2019 zur Filmnacht im Arkadenhof eingeladen.

Wir haben Rafiki (Kenia 2018) gezeigt. Der Film erzählt die Geschichte von zwei Töchtern rivalisierender Politiker in Nairobi, die sich trotz homofeindlicher Stimmung näherkommen. Der vielfach ausgezeichnete Film war der erste kenianische Film, der in Cannes gezeigt wurde, und sorgte für viele Diskussionen innerhalb und außerhalb von Kenia, wo Homosexualität verboten ist.
Die Filmwissenschafterin Doris Posch hat davor eine kurze Einführung in den Film gegeben.

Eindrücke der Filmnacht

Netzwerktreffen österreichischer Hochschulen zum Thema inter*/trans/non-binary im Hochschulkontext

Geschlechtervielfalt ist eine Dimension von Diversität, die an Hochschulen bislang wenig Beachtung gefunden hat. Mit der Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs zur Anerkennung eines weiteren Geschlechtseintrages im Personenstandregister haben sich die rechtlichen Grundlagen für Menschen, die sich nicht als männlich oder weiblich identifizieren, verändert. Das bedeutet für Hochschulen, eine eingehende Auseinandersetzung mit den spezifischen Barrieren und Ausschlussmechanismen, die inter*, trans und nicht-binäre Personen im Bildungs- und Wissenschaftsbereich erfahren, um diese abzubauen.

Das Netzwerk Diversität österreichischer Hochschulen hat das Thema inter*/trans/non-binary im Hochschulkontext für sein 3. Vernetzungstreffen am 1. April 2019 gewählt, um Herausforderungen und Hürden, rechtliche Neuerungen und ein good-practice Beispiel zu thematisieren. Das von der Universität Wien ausgerichtete Treffen richtete sich an Gleichstellungs- und Diversitätsbeauftragte österreichischer Hochschulen.

Eindrücke des Netzwerktreffens

Kernfragen: Gedenken an Lise Meitner

Lise Meitner war die erste Frau, die in Deutschland eine Physikprofessur erhielt, nachdem sie an der Universität Wien promoviert hatte. Ihr zu Ehren hat das Portraittheater Wien ein Stück gestaltet, das Momente ihres Lebens und Schaffens nachzeichnet. Das Stück wird an mehreren Universitäten im deutschsprachigen Raum aufgeführt und war ein einziges Mal am Internationalen Frauentag an der Universität Wien zu sehen. Die Vorstellung war bis auf den letzten Platz gefüllt und damit im wahrsten Sinne des Wortes ein voller Erfolg.

Mehr Informationen zum Theaterstück hier.

Permanente Projekte

Neu im Audio-Guide

Biographien von 7 Wissenschafterinnen

Anlässlich des 650-Jahre-Jubiläums der Universität Wien wurden sieben Wissenschafterinnen im Rahmen eines Festaktes im Arkadenhof in Form von Denkmälern, die von verschiedenen KünstlerInnen gestaltet wurden, gewürdigt: Charlotte Bühler, Marie Jahoda, Berta Karlik, Lise Meitner, Grete Mostny-Glaser, Elise Richter und Olga Taussky-Todd.

Die "Endlich da! – Eine-sieben-Leben-Performance" des portraittheaters erzählt nun auch im Audio-Guide der Universität Wien von den außergewöhnlichen Biografien der sieben Frauen.

Denkmäler für Wissenschafterinnen

Denkmal für Lise Meitner

Neben Lise Meitner (Bild) werden auch Charlotte Bühler, Marie Jahoda, Berta Karlik, Grete Mostny-Glaser, Elise Richter und Olga Taussky-Todd mit eigenen Denkmälern geehrt.

Im Arkadenhof der Universität Wien befinden sich 154 Büsten und zahlreiche Gedenktafeln, jedoch nur eine einzige Inschrift ist einer Frau – Marie von Ebner-Eschenbach – gewidmet. Die Universität Wien nahm das Jubiläumsjahr 2015 zum Anlass, dies zu verändern. So wurden Denkmäler für sieben Wissenschafterinnen realisiert – darunter die erste Professorin der Universität Wien, die Physikerin Berta Karlik.

Quiz zur Gleichstellung

Mitarbeiterin vor Computerbildschirm

Beim Online-Quiz kann man sein Wissen zu Frauen an der Universität Wien sowie Gleichstellung testen.

Im Zuge des 15-Jahr-Jubiläums der Abteilung Gleichstellung und Diversität wurde 2015 ein Online-Quiz entwickelt, in dem auf spielerische Art und Weise das Wissen zur Geschichte von Frauen an der Universität Wien sowie zum Thema Gleichstellung getestet werden konnte. Fragen und Antworten können noch eingesehen werden.

Kunstprojekt "Der Muse reicht's"

Kunstprojekt

"Der Muse reicht’s" ist eine schräg über einen Teil des Hofs gelegte riesenhafte Schattensilhouette einer weiblichen Figur, die in protestierender Haltung ihre geballte Faust hochstreckt.

Den Umstand, dass in der universitären Ehrungspolitik jahrzehntelang aus unterschiedlichen Gründen Ehrungen von Wissenschafterinnen nicht stattgefunden haben, machte die Universität Wien gemeinsam mit der BIG 2009 zum Gegenstand des Kunstwettbewerbs BIG ART. Aus den Einreichungen ausgewählt wurde das Projekt "Der Muse reicht's" der Künstlerin Iris Andraschek. Inmitten von mehr als 100 Ehrenbüsten und –tafeln für männliche Wissenschafter und einer einzigen Ehrentafel für eine Frau im Arkadenhof ist nun die in Granit gefertigte Intervention deutlich sichtbar.

Virtuelle Ausstellung "Frauen Leben Wissenschaft"

Ausstellung mit Plakaten

Die Ausstellungstafeln zeigen beispielhaft verschiedene Karrierestationen einer universitären Laufbahn auf.

Die virtuelle Ausstellung "Frauen Leben Wissenschaft" im Jahr 2007 verfolgte zum Ziel, die Arbeit von Wissenschafterinnen an der Universität Wien sichtbar zu machen und Frauen Wissenschafterinnen und Studentinnen über ihre Arbeitsrealitäten und Perspektiven berichten zu lassen.